Titelbild Interview Jesse Vogt

Google Fonts jetzt illegal? Ein Interview mit Jesse Vogt

Ein Urteil mit Strahlkraft erließ das Landgericht München Anfang des Jahres: So wurde eine Website-Betreiberin zur Zahlung von 100 Euro Schadensersatz angewiesen, weil sie die IP-Adresse eines Nutzers ohne dessen Zustimmung per Plugin über die Font-Library an Google in die USA übermittelt hat. Mit der Rechtssprechung rollte eine regelrechte Abmahnwelle über Deutschland, aber auch Österreich und die Schweiz werden vom Urteil des deutschen Gerichtes tangiert.
Jesse Vogt, Mitbegründer des CleverHairWebsites Services für Friseure, ist Experte auf dem Gebiet und hat sich die Zeit genommen, um einige grundlegende Fragen rund um das Thema „Google Fonts“ zu beantworten. Im nachfolgenden Interview erklärt er die Hintergründe zum Urteil und zu Google Fonts sowie Tipps, um Strafen zu vermeiden.

Kurz erklärt, worum geht es hier? Was sind Google Fonts überhaupt?

Google-Fonts sind Schriftarten, die von Google kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es stehen hier über 1400 Schriftarten zur Verfügung. Sie sind beliebt, weil die Nutzung nach der „SIL Open Font License“ sowie der „Apache-Lizenz“ erfolgt und damit sicher und kostenfrei möglich ist. Viele Webagenturen und Webdesigner greifen deshalb auf diesen Pool von Schriftarten zurück. Auch wir nutzen diese Schriftarten bei der Erstellung von Websites für unsere Kunden. Die einfachste Möglichkeit, diese Fonts zu nutzen, ist es, sie über eine Schnittstelle von Google direkt auf der Webseite zu laden. Dadurch muss die Schriftart nicht „heruntergeladen“ und „installiert“ werden.

Was soll jetzt an der Nutzung kostenfreier Fonts illegal sein?

In der oben angesprochenen dynamischen Einbettung der Schriften. Denn werden Schriftarten nämlich nicht lokal über den eigenen Server zur Verfügung gestellt, so wird eine Verbindung mit den Servern von Google in unsichere Drittstaaten oder zu Servern von Unternehmen in unsicheren Drittstaaten hergestellt. Auf diesem Weg wird die IP-Adresse des Webseitenbesuchers übermittelt. Da die IPAdresse laut DSGVO aber unter „personenbezogene Daten“ fällt, ist damit potenziell ein Verstoß gegeben. Es ist also nicht grundsätzlich illegal, Google-Fonts zu nutzen. Die Krux liegt in der Nutzungsweise.

Was wären die Folgen einer rechtswidrigen Nutzung?

Im schlimmsten Fall kommen entsprechende Kosten von ca. 100–170 EUR auf einen zu. Das klingt im ersten Moment wie eine Kleinigkeit und deshalb bezahlen auch viele diese Forderung, ohne darüber nachzudenken. Damit ist es aber nicht getan, denn potenziell hat jeder Besucher der Webseite diesen Anspruch. Eine gut gemachte Friseurwebseite kann schnell einmal 5.000-10.000 Aufrufe im Monat erzielen. Und auch wenn es unrealistisch ist, dass man von jedem Besucher abgemahnt wird, rechtlich gesehen wäre es wohl denkbar, zumindest besteht der Anspruch.

Wie kann man sich bzw. das Unternehmen vor Strafen schützen?

Eigentlich ist das Vorgehen, um bezüglich potenziellen Abmahnungen wieder ruhig zu schlafen, ganz einfach: Schritt 1: Prüfen, ob Google-Fonts rechtswidrig auf der Webseite eingebunden sind. Schritt 2: Die Google-Fonts von der Website entfernen oder sie rechtskonform einbinden. Das ist für eine Webagentur eigentlich eine Kleinigkeit. Jede Agentur sollte die entsprechende Anpassung innerhalb von einer Stunde umsetzen können. Bei uns würden sich die Kosten hierfür wohl auf rund 60 EUR zzgl. MwSt. belaufen. „Würde“, weil wir entsprechend bei der Erstellung der Webseiten schon auf eine lokale Einbindung der Google-Fonts achten und bei unseren Kunden diese Problematik gar nicht erst aufkommt und somit verbundene Kosten nicht anfallen.

Wie verhält es sich, wenn man bereits Post bekommen hat. Muss man eventuelle Ansprüche, die gestellt werden, bezahlen?

Es macht auf jeden Fall Sinn, jede Abmahnung und entsprechende Ansprüche daraus anwaltlich prüfen zu lassen. In vielen Fällen lässt sich wohl eine entsprechende Zahlung vermeiden. Häufig werden Verstöße nämlich nicht richtig dokumentiert. Es besteht aber in jedem Fall eine Nachweispflicht des Verstoßes.

Die Rechtssprechung gilt ja eigentlich nur für Deutschland, wie sieht es in der Schweiz aus? Was muss man hier beachten?

Leider handelt es sich hierbei unserer Meinung nach um einen Trugschluss. Die Google-Fonts- Problematik und entsprechende Rechtssprechung bezieht sich ja grundsätzlich auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union. Dementsprechend ist sicherlich für Deutschland und Österreich potenziell die Gefahr für Abmahnungen gegeben. Nach unserer Auffassung sind Schweizer Webseitenbetreiber allerdings nicht automatisch entlastet. Soweit unser Verständnis der DSGVO reicht, ist es einfach formuliert nämlich ausreichend, wenn ein Kunde aus dem EU-Raum eine Webseite besucht, unabhängig davon, wo der Betreiber der Webseite sitzt, damit die DSGVO greift. Dies gilt insbesondere, wenn ein Vertragsabschluss auch außerhalb der Schweizergrenzen im EURaum möglich ist, beispielsweise durch eine Terminbuchung. Damit ist jede Schweizer Webseite, die nicht für Zugriffe aus der EU gesperrt ist, also potenziell ebenso gefährdet. Das ist der Grund, warum wir als Agentur für alle unsere in der Schweiz ansässigen Kunden nach den strengeren Vorgaben der DSGVO vorgehen und nicht ausschließlich nach Schweizer Datenschutzrecht. Zusätzlich lässt die Entwicklung des Schweizer Datenschutzrechts erahnen, dass die Rechtsgrundlage auch bei den Eidgenossen immer strenger reglementiert wird. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit einer Abmahnung also in der Schweiz wohl geringer ausfällt, lohnt es sich, die entsprechend kleine Maßnahme, die nötig ist, um diese Problematik zu entschärfen, vorzunehmen. Hier halten wir es mit “Better safe than sorry” für unsere Kunden.

Vielen lieben Dank für das Interview!

Mehr Informationen über den individuellen und personalisierten Webauftritt unter

www.cleverhairwebsites.com

 

 
Titelbild Interview Marcel Meyer

Exklusivinterview mit Marcel Meyer

„Mit offenem Geist und offenem Herzen sieht man die Dinge mit anderen Augen“. Mit diesem Slogan ging BLUE BOX ins Jahr 2022. Marcel Meyer (53) führt seit nunmehr 20 Jahren gemeinsam mit den Mitgliedern des BLUE BOX Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung das Unternehmen erfolgreich. Er ist Verwaltungsratspräsident & Geschäftsführer der BLUE BOX Distribution AG, Kriens und Geschäftsführer der BLUE BOX Handels GmbH, Efringen-Kirchen (DE).
Ursprünglich aus dem Kanton Luzern stammend, lebt er heute mit seiner Frau Laura Berni Meyer und den beiden erwachsenen Kindern in Vals / Graubünden und Eschenbach / Luzern. Zudem ist er seit 2002 nebenamtlicher Dozent am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern. Anlässlich des Jubiläums sprachen wir exklusiv mit Marcel Meyer.

20 Jahre BLUE BOX, herzliche Gratulation! Was waren rückblickend die wichtigsten Meilensteine für den Erfolg von BLUE BOX?

Es gibt diese Gespräche, die ein Leben verändern können. Der Anruf von unserem Familienfreund Martin Wunderlin, Coiffeures Raphaelis in Stansstad, war eines dieser Gespräche. Damit begann alles und es führte zur Gründung der BLUE BOX Distribution AG für die Vertretung von JOICO in der Schweiz und Liechtenstein. Auch der Einzug 2007 in unser Firmengebäude in Kriens legte einen weiteren wichtigen Grundstein für uns; ebenso die Gründung unserer deutschen Niederlassung für die Belieferung des Marktes in Deutschland und Österreich. Es waren rückblickend doch viele Meilensteine, die wir in der richtigen Reihenfolge aneinandergesetzt haben, wie z.B. die Übernahme der Marken KEVIN.MURPHY, Guy Tang #mydentity und K18 für die Schweiz oder 2020 Lancierung der eigenen BLUE BOX Haar- und Kosmetikserie. Auch können wir auf grosse Momente mit KEVIN.MURPHY in Prag oder jüngst 2022 beim FAST.FORWARD Event in Berlin zurückblicken, wo wir als kleine Nation mit 120 Schweizer KEVIN.MURPHY Coiffeuren aus der Schweiz gross vertreten waren.

Was macht es für Coiffeure interessant mit BLUE BOX zu arbeiten?

Wir sind unseren Kunden sehr dankbar. Ohne sie gäbe es uns nicht und dessen sind wir uns bewusst. Wir pflegen echten, persönlichen Kundenkontakt und wollen die Coiffeure mit exzellenten Produkten beliefern, sie inspirieren und motivieren. Für unsere Kunden sind wir als Menschen greifbar und wir agieren nah am Salonalltag. Daraus resultieren auch immer wieder neue Angebotsformate, wie z.B. ‘Trained.Brain‘ Workshops mit dem Jamie Edwards, der schon viele Sport- und Industriegrössen auf ihrem Weg unterstützte und auch unseren Coiffeuren Werkzeuge für ihren Salonerfolg vermittelt. Überhaupt hat sich unser Schulungs-Angebot im fachlichen und auch in weiterführenden Bereichen in den letzten Jahren enorm entwickelt. Das Aufgabenfeld der Saloninhaber*innen ist heute um ein Vielfaches komplexer als vor 20 Jahren.

Mit KEVIN.MURPHY haben Sie eine Marke exklusiv für die Schweiz im Angebot, die hierzulande sehr beliebt ist. Was macht die Marke so spannend für Coiffeure?

Der Stylist Kevin Murphy schafft etwas Einzigartiges, indem sich Coiffeure tatsächlich mit seiner Marke identifizieren. Dies gelingt, weil sie Werte wie Nachhaltigkeit, Coiffeur-DNA und eine hohe Produktperformance in sich vereint. Seine Looks sind natürlich und treffen den Zeitgeist. Auch ist auch das Packaging sehr ansprechend. Wir beobachten, dass KEVIN.MURPHY-Salons weltweit sehr ähnlich sind. Das ist faszinierend. Es sind Coiffeure mit einem genauen Anspruch. Last but not least tragen die traumhaften Hairfashion Collections und die Mode von Kevin Murphy ihren Teil dazu bei. Als er beim diesjährigen Fast.Forward Event auf dieser riesigen Bühne gleichzeitig eine atemberaubende Fashion Show zeigte, welche er live on Stage mit einem Cover-Photoshooting verband und das Publikum diese unglaublichen Modelfotos direkt auf den riesigen Screens mitverfolgen konnte, war das sehr beeindruckend. Auch als er über Hairfashion und Digitalisierung im Salon sprach, wurde für jeden sichtbar, wie er mit der Marke KEVIN.MURPHY die Industrie prägt.

BLUE BOX hat ein innovatives Markenportfolio. Wie sehen Sie den künftigen Bedarf für die Schweizer Coiffeurbranche mit solchen High-Performance Marken?

Spezialisierung ist ein Stichwort für Salonerfolg. Wie soll der Salon von den Kund*innen wahrgenommen werden? Die Nachfrage nach Marken, welche ein besonderes Schönheitsbedürfnis abdecken und durch aussergewöhnliche Performance glänzen, ist gestiegen. Coiffeure wollen im Salon einen deutlichen Qualitätsunterschied für ihre Kunden erzeugen und dafür braucht es aussergewöhnliche Produkte, die diesen Anspruch erfüllen und auf die sie sich verlassen können. Die Dienstleistungsangebote in den Salons werden vielfältiger. Gleichzeitig bieten solche Spezial-Anwendungen, wie die sichtbare Haarverjüngung beim K18 Revitalisierungssystem oder die Spezialpflege für blondes Haar mit OMNIBLONDE, neben den begeisterten Salonkund*innen, auch neue Umsatzmöglichkeiten für Salons.

Sie haben mit #mydentity by Guy Tang eine weitere starke Marke im DACH Markt verankert. Welche Lücke schliesst Guy Tang aus Ihrer Sicht im Farbmarkt DACH? 

Die sehr hohe Social Media Präsenz und der VIP Faktor, sind das eine. Damit spricht Guy Tang Stylist*innen im Salon an, die mit youtube und Instagram aufgewachsen sind. Es kommt oft vor, dass eine Stylistin mit #mydentity ihrer Kundin ein wunderschönes Balayage machen und der Saloninhaber, sagen wir um die 50 Jahre alt, noch nie von Guy Tang gehört hat. Dazu kommt, dass das #mydentity Colorations-System die Bedürfnismatrix von Coiffeuren State-of-Art abdeckt, und eine Vielfalt an Farbkreativität ermöglicht, die Kund*innen begeistert. Guy Tang gilt als Star der Balayage-Techniken und mit seinen Kreationen begeistert er weltweit Millionen Endkund*innen und Coiffeure, die mit seinem #mydentity-System progressive und sogar grafische Tönen erzeugen können – und das als Vollton oder als sanfte Nuance über unterschiedliche Haltbarkeitsstufen hinweg. So wird ein sehr hohes Level an Individualisierung und Kreativität für die Coiffeure möglich, die im Farbgeschäft das nächste Level anstreben.

In den letzten Jahren unterzog sich die Coiffeurindustrie und das Salongeschäft in DACH einem starken Wandel. Was wünschen Sie der Coiffeurbranche?

Natürlich passiert heute vieles schneller und insbesondere die Covid-19 Pandemie hat Coiffeurunternehmer*innen viel abverlangt und tut es noch immer. In der Schweiz konnten die Salons nach 6 Wochen unter strengen Schutzauflagen schnell wieder öffnen, das Geschäft blieb für die meisten dennoch volatil. In Deutschland und Österreich waren Coiffeure sehr stark von den getroffenen Massnahmen und langen Schliessungen betroffen, obwohl ich der Meinung bin, dass Coiffeure mit einem entsprechenden Hygiene-Konzept gut arbeiten können, wie dies übrigens Ärzte und Zahnärzte auch taten. Fachkräftemangel, Klima-Wandel und Digitalisierung sind weitere Herausforderungen, auf die es Lösungen zu finden gilt. Ein Lösungsansatz ist die bessere Öffentlichkeitsarbeit rund um den Coiffeure-Beruf. Es muss das Ziel sein, die am besten geeigneten Menschen für diesen wunderbaren Beruf zu finden. Wir sehen die Coiffeurbranche und die gesamte Industrie als eine Gemeinschaft die Schönheit schafft. Je stärker sich jeder Marktteilnehmer dafür einbringt, je besser wird sie und desto mehr profitieren alle davon.

Hand aufs Herz: Ihr bester BLUE BOX Moment in 20 Jahren?

Oh da gab es einige schöne Momente! Ich kann das nicht an einem Moment festmachen und das ist auch gut so. Ich bin sehr dankbar, mit so vielen wunderbaren Menschen zusammenarbeiten zu dürfen und auch den Rückhalt meiner Familie, der Mitarbeiter*innen und der Zuspruch aus vielen langjährigen, gewachsenen Freundschaften mit Coiffeuren und Partnern ist nicht selbstverständlich. Mit den Mitarbeiter*innen und Kund*innen verbinden uns viele wunderbare Momente. Wir haben unseren Platz im Markt gefunden, dafür sind wir heute dankbar und freuen uns auf das was noch kommt.

 

 
Titelbild Interview David Murray

David Murray: Der perfekte Schnitt!

David Murray ist einer der besten Friseure Irlands, Inhaber des mehrfach preisgekrönten Salons Chameleon in Drogheda, im Süden des Landes und er gehört zu den ersten Mitgliedern des JOICO European Design Teams. Als Schnittperfektionist arbeitet David methodisch und ultrapräzise. Worin liegt die Kunst des perfekten Haarschnitts? Wir haben nachgefragt…

Pixie, Bixie, Wob, Shag – hast du einen Favoriten für Frühjahr/Sommer 2022?
Ich ziehe es vor, Looks zu kreieren, die für den einzelnen Kunden funktionieren. Schönes Haar ist immer in Mode und die Basis für tolle Haare ist ein fantastischer Schnitt. Für mich hat alles, was mit der natürlichen Textur des Haares funktioniert, Saison. Als der Shag wieder aufkam, war ich absolut begeistert. Ich liebe die Form und das Revival der 70er und 80er Ära. Und ich liebe einfach alles, was mit Textur zu tun hat. Die Schnitte sind heute raffinierter und stilisierter und die richtigen Produkte spielen eine große Rolle beim Kreieren des Shags.

Was ist deine erste Frage, wenn jemand zu dir in den Salon kommt und nach einem neuen Haarschnitt fragt?
Wenn ich einen Kunden zum ersten Mal treffe, ist meine erste Frage an ihn: Wenn Sie die perfekte Frisur haben könnten … welche wäre das? Die Kunden verrät uns dann eine regelrechte Wunschliste, aber irgendwo darin liegt der Schlüssel zu einem gegenseitigen Verständnis und hilft mir, die Erwartungen zu verstehen und sie zu beraten, was für ihre Haarstruktur funktioniert.

Hast du Tipps fürs Schneiden eines Ponys bei Frauen mit lockigem Haar?
Es ist absolut wichtig, auf die Gesichtsform zu schauen. Ich denke, dass es für jeden einen passenden Pony gibt, sogar für lockiges Haar. Locken sind so vielfältig, sodass man nur die Regeln für die Gesichtsform befolgen muss, die man auch bei der Auswahl eines Ponys für jemanden mit glattem Haar gelten.

Und welchen Schnitt würdest du Frauen mit feinem, hellem Haar empfehlen?
Frauen mit feinem, hellem Haar brauchen einen Haarschnitt, der ihr Haar kraftvoller aussehen lässt. Ein gerader Bob eignet sich hervorragend dafür, da er dem Haar eine starke Kontur verleiht. Sehr oft vernachlässigen wir das Stufen von feinerem, hellerem Haar, aber das Layern ist eine sehr vielseitige Technik. Sie entfernt zwar Gewicht, kann aber gleichzeitig auch für mehr Volumen und Textur sorgen. Es gibt so viele großartige Produkte, um feinem Haar mehr Volumen zu verleihen, die Joifull Serie von JOICO zum Beispiel.

Die Mehrheit der Salonkunden ist 40+. Gibt es so etwas wie einen „Anti-Aging“-Haarschnitt?
Heutzutage gilt: jede Haarlänge für jedes Alter. Es geht eher darum, dass der Haarschnitt geeignet ist und das Selbstvertrauen für die jeweilige Frisur da ist. Als ich in der Ausbildung war, wurde jede Frau über 40 in die Kategorie Kurzhaar gesteckt, denn es war gang und gebe, die Haare mit zunehmendem Alter kürzer zu schneiden. Keine Frage, sehr kurzes Haar kann an einer 20-Jährigen und an einer Frau 40+ gleichermaßen großartig aussehen. Aber wenn wir älter werden, brauchen wir etwas mehr Weichheit und das Haareabschneiden wird dies nicht bieten. Ebenso können lange Haare in jedem Alter toll aussehen – es kommt auf den Haarzustand und die Qualität der Haare an. Auch hier ist die Gesichtsform in Bezug auf die Eignung einer Frisur von entscheidender Bedeutung, aber im Allgemeinen würde ich sagen, dass etwas längeres Haar hier eher angesagt ist.

David Murray 
https://www.instagram.com/davidmurray_joico/

https://davidmurrayat21.ie

 
Titelbild CF neue Präsidentin

Cornelia Fabbricatore ist neu gewählte Präsidentin der Intercoiffure Suisse

Cornelia Fabbricatore ist die neue Präsidentin der Intercoiffure Suisse und tritt die Nachfolge von Martin Peterer an. Damit steht eine Frau an die Spitze, die mit Stärke und Engagement die Leidenschaft für den Coiffeurberuf sowie die Werte der Intercoiffure auf nationaler und internationaler Ebene repräsentiert. 

In ihrer über 40-jährigen Laufbahn als Coiffeurin, Saloninhaberin, Unternehmerin und aktives Vorstandsmitglied der Intercoiffure Suisse, setzte sie sich mit vielfältigen Engagements ein und machte sich vor allem im Bereich Charity stark. Darüber hinaus wirkte sie aktiv im Modeteam der Intercoiffure Suisse mit und präsentierte gemeinsam deren Mitgliedern Trend-Collectionen auf internationalen Bühnen. Wir haben Sie gefragt, was Sie mit Intercoiffure Suisse verbindet und welche Richtung es gehen soll.

Mit ihrem neuen Amt als Präsidentin der Intercoiffure Suisse kommen neue Aufgaben und Herausforderungen auf Sie zu. Was treibt Sie an?

Grundsätzlich möchte ich gerne zum Ausdruck bringen, dass ich mich sehr über die Wahl zur Präsidentin der Intercoiffure Suisse freue und meinem neuen Aufgabenbereich mit grosser Motivation und Freude entgegensehe. Ich schätze die Entscheidung der Mitglieder für meine Wahl sehr. Mich hat schon immer die Leidenschaft für das Coiffeurhandwerk angetrieben; sie ist der Motor für meine gesamte Berufslaufbahn und daraus entstanden sehr viele spannende, herausfordernde und gute Projekte. Ich krempele gerne die Ärmel hoch und packe die Arbeit an. Es liegt in meiner Natur viele Dinge zu bewältigen, Neues zu bewegen und auch Probleme aktiv anzugehen. Gerade im Charity-Bereich sah ich häufig die Anliegen und Nöte und habe mich stark gemacht für benachteiligte Menschen; auch wenn es nicht immer leicht war. Ich arbeite und agiere sehr gerne persönlich mit Kollegen, Mitarbeitern und Kunden und bin motiviert die vielen Seiten unseres schönen Berufes nach aussen zu zeigen, auch um unser Berufsimage in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Warum sind Sie Mitglied der Intercoiffure Suisse?

Das Symbol der Intercoiffure, also das Intercoiffure-Stern am Salon, steht für hohe Fachkompetenz und eine ausgezeichnete Qualität der Salondienstleistungen. Doch es geht um noch um weit mehr. Es geht um inspirierende Trendexpertise in Sachen Haarmode, es geht um Handwerkskunst, um Freude und Leidenschaft für den Beruf, um Weiterbildung und ich persönlich habe immer schon den Austausch innerhalb des Netzwerkes der Intercoiffeure Suisse sehr genossen. Hier treffen Saloninhaber mit den gleichen Interessen aufeinander und können ihre Erfahrungen, Anliegen und Branchenthemen mit Gleichgesinnten besprechen. Nicht selten entstehen hier wahre Freundschaften. Darüber hinaus können die Mitglieder sowohl in der Schweiz, als auch international, zum Beispiel in der Intercoiffure Akademie in Paris, an vielfältigen Fortbildungen und Trainings teilnehmen und last but not least finden regelmässig nationale und internationale Anlässe statt, welche die Mitglieder über den Salonalltag hinaus für ihren Beruf inspirieren; seien es Shows, Gala-Anlässe oder Konferenzen. Hier verbinden sich wertvolle Erfahrungen, Tradition und Moderne und als Mitglied der Intercoiffure Suisse hat man immer die Möglichkeit mitzugestalten. Die Werte der Intercoiffure stehen in Symbiose mit meiner persönlichen Philosophie zum Coiffeurberuf und insbesondere die Engagements im Charity-Bereich liegen mir sehr am Herzen.

Sie stehen für die Leidenschaft für das Coiffeurhandwerk und den Qualitätsanspruch der Intercoiffure Salons. Wie sieht Ihre Vision für die Zukunft aus?

Da gibt es nach wie vor viel zu tun. Seit Jahrzehnten leidet unser Beruf an einem schlechten Image in der Öffentlichkeit und viele Jugendliche möchten den Beruf gar nicht mehr erlernen. Die Bedingungen und Perspektiven sind nicht überall optimal. In den Gesprächen mit unseren jungen Mitgliedern der Fondation Guillaume Suisse, eine Unterorganisation der Intercoiffure, die sich speziell an Lernende im 3. Lehrjahr und Jungcoiffeure bis 27 Jahre richtet, erfahren wir immer wieder von dieser Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Wir bieten ihnen über die Förderung in ihrem Intercoiffure Salon hinaus, weitere Möglichkeiten für die Entwicklung ihres Berufes. Fondation Guillaume bietet Plattformen, auf denen die jungen Talente ihre Kreativität für die Öffentlichkeit sichtbar machen können. Sie nehmen an spannenden Shootings teil, kreieren selbst mit und bilden sich in vielen Bereichen fort. Sie können ihre Fähigkeiten bei Shows live auf der Bühne zeigen und wir haben auch den Bereich Persönlichkeitsentwicklung stärker integriert. Damit entstand bei vielen Jungen ein ganz neues Bewusstsein für ihre berufliche Zukunft in der Coiffeurbranche, ganz gleich ob innerhalb des Salons, oder in anderen Bereichen.

Worin liegt aus Ihrer Sicht der Unterschied eines Intercoiffure-Salons für die Kunden?

Der Kunde sieht bereits am Schaufenster das Logo zur Mitgliedschaft der Intercoiffure, was gleichzeitig ein „Qualitätssiegel“ für den Salon darstellt. Hier kann der Kunde einen ausgezeichneten Salonservice erwarten, von perfekt geschultem Personal. Vor allem sind es Salons, die sich in Sachen Trends und neue Fachtechniken immer auf dem Laufenden halten und diese Innovationen an ihre Kunden weitergeben. Die Kunden können exklusive und innovative Farb- und Schneidetechniken sowie Trendinspirationen für ihre Frisuren erwarten.

Was sind die Vorteile für Salons, die sie durch eine Mitgliedschaft bei Intercoiffure Suisse erhalten?

Die Mitgliedschaft eröffnet den Salons viele neue Möglichkeiten und Zugang zu Veranstaltungen und Events, den sie nur über unsere Vereinigung bekommen. Zudem arbeiten wir eng mit der Coiffeurindustrie zusammen und bieten unseren Mitgliedern damit immer die neuesten Informationen über Produkte, Dienstleistungen und Trends für ihr Handwerk. Sie können von unserem regelmässigen Angebot an Weiterbildung profitieren, wie z.B. den Ideenbörsen oder dem Tag der Freunde, an dem sie mit ihrem gesamten Salonteam teilnehmen und sich über Branchenneuheiten live vor Ort informieren können. Gleichzeitig ist der Austausch mit den anderen Mitgliedern vor Ort sehr beliebt. Mehr noch kann sich bei uns jeder, der Interesse daran hat, auch kreativ einbringen. Wir produzieren z.B. immer wieder Modestrecken, bei denen die Mitglieder aktiv am Entstehungsprozess sowie beim Shooting teilnehmen können. Auch für die Lehrlinge und Jungcoiffeure der Intercoiffure-Salons haben wir mit der Fondation Guillaume ein interessantes Weiterbildungsangebot, das sich zweifellos positiv auf den Salon auswirkt.

Bisher haben Sie sich innerhalb der Organisation sehr stark für den Charity-Bereich eingesetzt. Werden Sie dies weiterhin verfolgen?

Wer mich persönlich kennt, weiss mein Herz schlägt für die Charity-Aktivitäten der Intercoiffure. Seit Jahren setze ich mich hier aktiv ein und auch wenn nun ein ganz neuer Umfang an Aufgaben an mich zukommt, möchte ich mich nach wie vor diesem Bereich widmen. Sollte dies aus Kapazitätsgründen nicht mehr in dem gewohnten Umfang möglich sein, so werde ich dafür eine Lösung entwickeln. Doch ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich diesen Bereich immer unterstützen werde, weil es mir auch ein persönliches Anliegen ist und weil ich die Menschen, die ich in den letzten Jahren z.B. beim Kambodscha Projekt kennenlernen durfte, sehr schätze. Es ist schön zu sehen, wie benachteiligte Menschen durch unsere Hilfe und vor allem mit unserem Coiffeurberuf ganz neue und vor allem echte Lebensperspektiven finden.

 

 

 

Credit Foto: Foto Studio Gioia 
Titelbild Interview Ümit Canta

Barbershop Insights mit WAHL und Ümit Canta

Er ist der Inbegriff des modernen Barber-Lifestyles und hat sich in Österreich längst einen Namen gemacht. Dort gilt er als einer der renommiertesten Barber des Landes, zu dessen Kunden seit Jahren VIP-Größen aus dem internationalen Sport-, Musik- und Showbiz gehören: Ümit Canta, Head of Barber im angesagten Wiener R.Tattoo.Barber.

Im Gespräch mit Ümit Canta konnten wir mehr über seine Erfolgsgeheimnisse erfahren und spannende Einblicke in das Barbershop Konzept von R.Tattoo.Barber gewinnen. Die urbane Location im Zentrum von Wien, hinter der kein Geringerer als RAF Camora, einer der erfolgreichsten Rapper der letzten Dekade, steht, beeindruckt mit einer gehörigen Portion Coolness, so dass die Kunden teils weite Anreisen auf sich nehmen.

Weshalb bist du Barbier geworden?

Das ist eigentlich durch Zufall entstanden. Ich spielte damals Fußball und hatte auch den Traum wie jeder Jugendliche in meinem Alter, eines Tages Fußballprofi zu werden. Nach meinem Pflichtschulabschluss begann ich die Lehre zum Friseur, weil meine Arbeitszeiten damals mit meinem Training kombiniert werden konnten und, weil meine Schwester auch Friseurin war und mich von diesem Beruf überzeugte.

Was macht aus deiner Sicht einen richtig guten Männerhaarschnitt aus?

Für mich macht die Kopfform die Frisur aus. Die Haarschnitte sollte man anatomisch an die Form anpassen. Ein Haarschnitt, der der Kopfform entspricht ist moderner als ein Haarschnitt im Trend.

Du bist als Barbier sehr erfolgreich unterwegs und zählst viele VIPs zu deinen Kunden. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Meine Leidenschaft und starke Persönlichkeit, die sich durch großen Ehrgeiz und Disziplin auszeichnen. Ich bin immer der Erste und gehe als Letzter. Nach dem Motto „Disziplin ist nicht käuflich, aber sie zahlt sich aus“ ! 

Euer Barbershop R.Tattoo.Barber tritt extrem modern auf. Ein Gegensatz zum sonst so typischen Retro-Style für Barbershops. Kannst du uns das Konzept dahinter etwas genauer erklären?

Wir wollten einen Shop der in Europa seinesgleichen sucht: minimalistisch, modern, funktional und trotzdem maskulin – unser Designer Andreas Pust, der schon mehrere Hotels und Nachtclubs in Wien entwarf, hat unsere Vorstellung aber sogar noch übertroffen.

Und wie kommt das Konzept bei euern Kunden an?

Die Resonanz ist überwältigend. Wir haben Kunden, die von weit her anreisen, teils sogar extra aus Deutschland kommen, weil sie den Shop so stylish finden. Wir freuen uns natürlich über die zahlreichen Komplimente, aber noch mehr, dass wir unseren Kunden offenbar etwas Einzigartiges präsentieren können.

Welcher Männerhaarschnitt ist derzeit bei euch im Shop am meisten gefragt? Gibt es neue Trends, die aus seiner Sicht abzusehen sind?

Wir haben einen großen Mix an Kunden. Wir machen Fade Cuts bis hin zu klassischen Haarschnitten; jeder Wunsch erfüllt. Wobei ich sagen muss, dass unser Schwerpunkt mehr auf Fade Cuts liegt. Wie schon erwähnt, sollte man nicht immer dem Trend folgen, sondern einfach das, was auch wirklich zum Kunden passt, ausprobieren.

Stichwort „Haarschneidemaschinen“: Worauf kommt es für dich bei Werkzeugen an?

Bei einem Ambiente wie in unserem Shop, erwarten die Kunden natürlich auch das passende Equipment. Unsere Ansprüche sind auch hier sehr groß und mit Wahl haben wir den richtigen Partner gefunden. Das richtige Equipment ist für jeden Barbier maßgeblich. Die Produkte von Wahl machen Spaß bei der Arbeit und sind verlässlich.

Hast du eine Lieblingsmaschine? Wenn ja, welche und warum?

Die WAHL Cordless Senior ist mein Favorit. Sie liegt sehr gut in der Hand, schneidet extrem präzise und man kann sie für viele Schnitttechniken einsetzen.

Thema Bart und Pflegetreatments für Männer. Wie sieht euer Angebot im Shop aus?

Haar- und Bartpflege für Männer sind sehr gefragt. Natürlich bieten wir klassische Rasuren, Kompressen und Kopfmassagen an. Dabei liegt für uns ein wesentlicher Fokus auf den Produkten, mit denen wir arbeiten. Wir arbeiten mit American Crew und haben seit Kurzem auch eine eigens entwickelte Produktlinie im Angebot, welche ausschließlich auf Naturkosmetik basiert. Der Launch unserer Produktlinie mit Bartöl, Haarwachs, Aftershave Milk und Shampoo, die auch unseren Vorstellungen entspricht, war ein sehr langer Prozess, doch es war jede Mühe wert. Wir sind sehr zufrieden mit den Produkten und arbeiten bereits an der zweiten Linie. Ich freue mich schon sehr auf den Tag, an dem ich euch mehr darüber verraten darf.

Was rätst du einem jungen Berufsanfänger, der unbedingt als Barbier erfolgreich werden möchte?

Geduld ist immer ganz wichtig um erfolgreich zu werden. Wenn man geduldig ist und genug Leidenschaft in eine Sache steckt, kommt alles von alleine.

Dein bester Barbershop-Moment?

Als es plötzlich hieß, dass ein großer Name und eine Marke wie RAF Camora Interesse an meiner Arbeit zeigt und mir eine Partnerschaft anbietet. Den Promis die Haare zu schneiden ist ja schon etwas Besonderes, aber mit Ihnen zusammen zu arbeiten ist echt eine Ehre.

Mehr Informationen unter: www.r-vienna.com www.wahl-professional.de 

Copyrights Fotos: Tim König Instagram: @r.tattoo.barber  @umit.rtb @wahlprogermany
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R./ TATTOO X BARBER by RAF Camora

 „Der Barbershop ist und bleibt ein Herzensprojekt“

Ein neuer «Place to be» erobert Wien: R./TATTOO X BARBER. Die coole Location – ein 300 m² großes Loft in der Nussdorfer Straße – mit urbanem, internationalem Flair setzt als Tattoo- und Barbershop neue Maßstäbe. Hier überzeugt nicht nur das edle Ambiente, wo grobes Gemäuer auf erlesenes schwarzes Mamor trifft, sondern auch die Tattoos und Männerhaarschnitte, die man hier bekommt. Kein Geringerer als RAF Camora, einer der erfolgreichsten Rapper der letzten Dekade im deutschsprachigen Raum, steht hinter R./TATTOO X BARBER. Wir haben mit ihm über Trends, Konzepte und Inspirationen geredet.  

Rapper, Barbershopinhaber und Trendsetter – Wenn auch nicht in der Reihenfolge, aber der gemeinsame Nenner bist Du! Welche Reihenfolge bevorzugst Du (nach Priorität) und warum?

Ganz klar Rapper, dann Barbershopinhaber und naja Trendsetter – ich weiß nicht ob ich mich selbst als Trendsetter bezeichnen würde, aber ich freue mich natürlich darüber wenn das andere so sehen. Der Barbershop ist und bleibt aber ein Herzensprojekt und ich freue mich auf die Entwicklung von dem Konzepts.

Multitasking scheint Dir ja im Blut zu liegen, denn Du hast ja auch maßgeblich das Design im Salon mitbestimmt. Welche (persönlichen) Einflüsse/ Vorlieben von Dir sind in das Salonkonzept geflossen? Warum gerade diese?

Meine Idee war es einen Shop in Wien zu kreieren der den Industrial Look mit Altbau-Charme verbindet. Inspiriert hat mich dazu meine Zeit in Barcelona und New York. Unser Designer, Andreas Pust, hat meine Konzepte und Visionen besser umgesetzt als ich es mir selbst erwartet habe, großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle.

Du hast Dir ja bei der Shop-Einrichtung einen starken Partner wie Takara Belmont an die Seite geholt. Warum? Was hat die Marke, was andere Dir nicht bieten konnten?

Ich gehe seit Jahren in Barbershops auf der ganzen Welt und immer wieder sind mir diese schlichten und stylischen Stühle aufgefallen. Bei der Planung unseres Shops war mir klar, dass ich diese Stühle in meinem Shop haben möchte. Ich bin ohnehin ein sehr großer Japan Fan und als ich erfahren habe, dass Takara Belmont ein japanischer Brand ist, hat sich der Kreis für mich geschlossen.

Lieber RAF, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg, auch wenn Du als meistgestreamter Künstler auf Spotify mit Videos, die auf Youtube bis zu 100 Mio Aufrufe erreichen, wohl schon ganz oben bist.

Info´s rund um den Tattoo & Barber Konzept Store gibt es unter www.r-vienna-barbershop.com oder www.takarafriseur.de 

Wer mehr über das coole Design des Shops erfahren möchte, sollte hier einen Blick wagen: https://salonmag.ch/r-tattoo-x-barber-shop/ 

Copyright Salonfotos + Foto Ümit Canta: Tim Walker  // Copyright Porträtfoto Raf Camora: Markus Mansi (BOBBYS AGENCY) 
Titelbild Jessica Hartsoe

Interview mit Jessyca Hartsoe zum Thema Covid-19 und Desinfektionskonzepte im Salon

Die talentierte Barbierin spricht im Interview mit SalonMag über die Herausforderungen, welche die Covid-19 Situation in der Friseurbranche mit sich bringt und über die Wichtigkeit von professioneller Desinfektion im Salon.

Sie ist eine der bekanntesten Barbierinnen Deutschlands: Jessyca Hartsoe. Seit 2011 betreibt sie ihren Barbershop „Jessy’s Barber Girls“ im badischen Waghäusel, der ebenfalls zu einem Kultshop avanciert ist. Neben perfekten Herrenhaarschnitten und professionellen Rasuren sowie coolen Männerstyles, bestimmt das Flair der 50er Jahre die Atmosphäre des Salons. Einzigartig, bunt, verrückt und vor allem sympathisch. Nachdem die Ausnahme-Barbierin mit amerikanischen Wurzeln den zweiten Platz bei den German Barber Awards 2016 erzielte und zusätzlich als beste Barbierin Deutschlands gekürt wurde, drehen sich Medien, Kunden und die Friseurbranche um sie. Stillstand ist für Jessy ein Fremdwort, denn heute agiert sie als erfolgreiche Unternehmerin. Das zeigt nicht nur ihr Salonerfolg, sondern auch die Eröffnung ihres zweiten Geschäfts, dem Concept-Store «Only Men Barber & Clothes & More», bei dem sich alles um den stilvollen Mann dreht. Zudem ist sie als Markenbotschafterin für verschiedene Brands der Friseurindustrie tätig, gibt Seminare und bleibt dabei stets herrlich geerdet und sympathisch.

Wie beeinflusst Covid-19 aus Deiner Sicht die Branche?

Ich denke ich spreche für den Großteil meiner Berufskollegen und -Kolleginnen, wenn ich sage, wir hatten und haben es schwer! Ich habe zu vielen Friseuren und Salonbesitzern Kontakt, wir tauschen uns aus und je nach den Umständen, trifft es manche wirklich hart. Wer hätte gedacht, dass wir eines Tages mal vor solchen Herausforderungen stehen? Ich bin seit 28 Jahren in der Branche, vieles war für uns neu, wir mussten als Unternehmer über uns hinauswachsen. Natürlich, nach den Re-Openings der Salons, wurden die Läden von den Kunden regelrecht gestürmt und wir alle hatten viel zu tun. Doch es bleibt herausfordernd. Der Austausch mit Kollegen hilft mir, denn wir sitzen doch alle im gleichen Boot. Im Salon halten wir uns strikt an alle Schutzvorgaben. Bei uns kommt keiner ohne Mundschutz rein, auch nicht mit Attest. Ich lasse das zum Schutz unserer Kunden und des Teams nicht gelten. Die Angst hält bei den Kunden berechtigterweise weiterhin an. Umso wichtiger ist es dem Kunden im Rahmen aller Möglichkeiten Sicherheit zu bieten. Desinfektion und Gesundheitsschutz im Salon müssen dringend ernst genommen und konsequent umgesetzt werden. Aber auch unabhängig von Covid-19, müssen alle Werkzeuge und Maschinen nach jedem Kunden gereinigt und desinfiziert werden, denn die Geräte kommen in Hautkontakt und die Ansteckungsgefahr ist da.

Wie hast Du das vor Covid-19 gehandhabt?

Desinfektion war bei uns im Salon schon immer ein großes Thema, auch lange vor Covid-19.  Ich hatte bereits beim Beginn meiner Selbstständigkeit, klare Vorgaben für Desinfektion und Hygiene im Salon, nach denen ich und mein Team strikt handeln. Als Barbicide letztes Jahr den Online Zertifizierungstest für professionelle Salondesinfektion lancierte, haben ich und das gesamte Team das sofort gemacht. Die Diplome dafür haben wir auch im Salon aufgehängt, was bei den Kunden sehr gut ankommt. Die Kunden sind generell beruhigter, wenn sie sehen, dass der Salon ein professionelles Desinfektionskonzept verfolgt.

Welche Maßnahmen trefft Ihr denn konkret in Eurem Salon?

Wir haben klar geregelte Abläufe bei den Desinfektionsmaßnahmen, die wir exakt befolgen. Bei uns werden die Bedienstühle, Ablagen und Werkzeuge quasi Nonstop desinfiziert – und natürlich auch die Hände, sowohl bei unseren Mitarbeitern, als auch bei jedem Kunden, wenn er den Laden betritt. Die Kunden müssen warten, bis alle Maßnahmen umgesetzt sind, erst dann dürfen sie Platz nehmen. Wenn der Kunde an seinem Platz sitzt, sieht er auch wie wir die Werkzeuge desinfizieren anhand des Barbicide Glases mit der blauen Flüssigkeit oder mit dem Clippercide Spray, mit welchem wir die Blades der Haarschneidemaschinen und Scheren desinfizieren. Wenn ich neue Mitarbeiter einstelle, werden diese sofort geschult. Ich gebe ja auch Seminare in anderen Salons zum Thema Desinfektion.

Wie schärfst Du das Bewusstsein deiner Mitarbeiter für das Thema Desinfektion und Gesundheitsschutz im Salon?

Wir haben regelmäßig Teambesprechungen und da ist das Thema Desinfektion und Salonhygiene immer auf der Agenda. Ich möchte betonen, dass mein Team sich an alle Vorgaben diesbezüglich strikt hält. Desinfektion ist bei uns so fest verankert im Salonalltag, es gehört für uns wie alle anderen Arbeitstätigkeiten unseres Berufes dazu. Wenn wir neue Mitarbeiter einstellen, erhalten sie eine entsprechende Schulung und müssen die Zertifizierung bei Barbicide absolvieren. 

Hast Du das Gefühl, dass Eure Kunden Euren Umgang mit dem Thema Desinfektion wahrnehmen?

Ja, die Kunden sehen das und nehmen es auf jeden Fall wahr. All die Maßnahmen geben ihnen Sicherheit. Die Kunden reagieren so positiv und sagen uns auch, dass sie das gut finden. Wenn sie zum Beispiel sehen, dass wir das Werkzeug ins Desinfektionsglas stellen, fragen sie auch oft nach, was wir da machen und es vermittelt ihnen einen professionellen Eindruck. Wir haben dafür auch schon öfter Pluspunkte bei diversen Google-Bewertungen erhalten mit dem Hinweis, dass man sich bei uns in puncto Hygiene und Gesundheitsschutz sicher fühlen kann.

Dein Partner ist die Firma King Research International – weshalb setzt du auf diese Partnerschaft?

Das Unternehmen hat die Desinfektionsprodukte von BARBICIDE speziell für den Salonbedarf entwickelt und diese Salonprofessionalität merkt man. Ich vertraue den Produkten zu 100%. Zudem kenne ich das Team, das hinter der Barbicide steht und für den Europäischen Raum zuständig ist. Ich schätze das Team sowie den unermüdlichen Einsatz für ihre Kunden sehr.

Instagram: jessys_barber_girls_

Weitere Informationen:

https://www.barbergirls.de  Instagram: @jessys_barber_girls_

www.barbicide.de Instagram: @barbicide_deutschland

 

Jens Engelhardt

Jens Engelhardt

„Wir haben einfach den Kanal gewechselt“

Color, Cut & Business – die Cleverhair Academy ist die (https-) Adresse für alle Friseure, die ihren kreativen und handwerklichen Horizont unkompliziert und einfach erweitern möchten. Wir haben hat mit dem Gründer und Director der Academy, Jens Engelhardt, über Vorteile des neuen Bildungskonzepts, die Zukunft der Branche und bevorstehende Highlights gesprochen.

Was kannst Du uns zu deinem neuesten Branchenclou „Cleverhair Academy“ sagen?  

Die Cleverhair Academy bringt Coiffeur Aus- und Weiterbildung auf ein ganz neues Niveau. Die Zukunft des Lernens ist digital unterstützt, weil so individuelles Lernen zu jeder zeit- und ortsunabhängig wird und der Lernprozess effizienter wird. Wir nennen das Salon Superlearning: digitale Wissensvermittlung (Theorie) und praktische, aktive Workshops kombiniert und aus einem Guss. So kannst du zum Beispiel Balayage mit System lernen, ohne auf ein Seminardatum warten zu müssen, ohne Reise- und Hotelkosten einfach sofort beginnen und im eigenen Tempo lernen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, das «Space Repetition“, also das «Lernen in Häppchen“ bessere Ergebnisse bringt als «einmal viel“. Dann, wenn dein Kopf „bereit“ ist, weil du die Theorie kennst, (und du vielleicht schon die Technik an einem Übungskopf ausprobiert hast) besuchst du einen Active Workshop – also das klassische Präsenzseminar vor Ort – mit den Experten. Hier werden die Techniken geübt und ins „Muskelgedächtnis“ übertragen. Auf diese Weise ist der Lernprozess hirngerecht abgelaufen und der Transfer von Wissen ins Kurzzeitgedächtnis, ins Langzeitgedächtnis und ins Muskelgedächtnis optimal vollbracht.

Warum wolltest Du gerade dieses Bildungskonzept realisieren Worin liegt der Vorteil für Coiffeure? 

Ich habe selbst auf diese Art 2 Studiengänge erfolgreich absolviert und dann 2018 in meinen Salons einen Feldversuch mit unseren Lernenden gestartet: Ich habe im Salon Lernsequenzen auf Video aufgezeichnet und diese dann häppchenweise an unsere Lernenden per E-Mail gesandt. So konnten diese, wenn Zeit im Salon war, die Lerninhalte ansehen und umsetzen, egal ob ich grade selbst im Salon war oder nicht. Dieses Konzept hat so gut funktioniert, dass die Lernenden mehr Videos wollten und genauso schnell gelernt hatten wie früher, wenn ich die Lektionen live gehalten habe – aber ich war zeitlich freier. Das habe ich stetig weiterentwickelt und im Austausch mit Trainerkollegen ausgebaut. Der Vorteil für Coiffeure ist, dass jeder zu jeder Zeit etwas Neues lernen kann, Orts- und zeitunabhängig, „günstiger», weil die Reisekosten wegfallen, und gleichzeitig „besser“, weil der Stoff jederzeit zur Wiederholung verfügbar ist – und das nicht in anstrengender Schriftform, sondern in Bild und Ton, so wie wir Coiffeure es gewohnt sind und es von Kopf sofort und leicht verarbeitet wird.

Wie sieht es im Momentan im Bereich der Aus-/Weiterbildung aus in der Schweiz?

Vom OFFline dominierten Seminar-Markt ist mit Corona natürlich alles auf ONline umgeschwenkt. Wir haben einfach den Kanal gewechselt. Statt nach Zürich, Berlin oder London zu reisen, schauen wir jetzt auf Zoom zu, wie der Trainer sein Seminar hält. Und machen dann am Übungskopf mit. Das ist erst mal ok, aber geht nicht weit genug. Es fehlt der optimale didaktische Aufbau und gerade in einem Onlineseminar fehlt viel zu oft die Interaktion. Wir sollten uns aber nicht auf entweder offline ODER online konzentrieren – sondern beides clever kombinieren!

Stichwort Nachwuchsmangel und zu wenig qualifizierte Fachkräfte?

Ganz ehrlich? Ja, es gibt keine oder kaum, „gute Fachkräfte auf dem Markt“! Das stimmt. Wieso sollten die guten Fachkräfte denn auf dem Markt sein!? Gute Fachkräfte muss man ausbilden. Und die behalte ich dann natürlich auch nach der Lehre. Eine gute Coiffeurin sucht sich bei einem Stellenwechsel außerdem ein neues Geschäft in aller Ruhe aus und wechselt, ohne je auf dem Markt gewesen zu sein. Die Guten können sich Ihren Arbeitsplatz aussuchen. Und ich kenne KEINEN Nachwuchsmangel! Ich habe jedes Jahr eine interessante Auswahl an lernwilligen, motivierten Jugendlichen, die unseren Beruf lernen wollen. Dann gilt es diese Motivation aber auch zu nutzen. Wer dann 6 Monate und länger zum Kaffee machen, Haare waschen und putzen eingesetzt wird, verliert diese Motivation schnell. Ich glaube heute sogar noch schneller. Die „Kids“ verbinden Prestige mit unserem Handwerk. Was der Coiffeur ja auch tatsächlich ist: ein prestigeträchtiges, geiles Kunsthandwerk. Wir machen Menschen selbstbewusst, schön und glücklich und sind auf den roten Teppichen der Welt zu Hause. Aber da müssen wir die Jungen auch abholen und hinführen! Kaffee machen und Haare waschen gehört dazu, aber darf nicht die ersten Monate dominieren. Ich weiß natürlich, dass das Arbeit, Zeit und Nerven kostet. Deshalb habe ich ja das „Salon Check-in“ für unsere Lernenden (fast) automatisiert, sodass diese in Ihrem Tempo vorangehen können und unser Handwerk lernen, auch wenn ich keine Zeit habe, Ihnen die Techniken selbst zu zeigen. Die Probleme erkennen alleine hilft nicht, die Lösung muss her. Und die sehe ich in der digital unterstützten Ausbildung im Salon.

Welche weiteren Highlights sind im Laufe des Jahres noch geplant?

Da gibts einiges: Wir werden die Schweizer Berufsprüfung digitalisiert anbieten (ab Mai) die Lehrlingsausbildung ab August für das 1. und das 2. Lehrjahr digital unterstützen (ohne, das die Lernende(n) den Salon verlassen müssen!) und bauen unsere Weiterbildungen weiter aus: Balayage Seminare, Barbering wie Rasur und Bartschnitt, Hochstecken, Salon Marketing und so weiter…

Lieber Jens, vielen Dank für das Interview. Mehr Info´s rund um den Bildungsweg der Zukunft und die Academy gibt es unter https://www.cleverhair.academy.

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Marina Ulrich

„Ihre Passion ist der Beruf“

Ihre Leidenschaft für Haare hat sie zu ihrer Berufung gemacht: Marina Ulrich gehört nicht nur zu den „Best Female Barber Deutschlands sondern ist auch die Artistin, die mit handwerklichem Geschick & Know-how sowie eine ordentliche Portion Kreativität den neuen Longhair Man Look by MOSER kreiert hat. Wir haben Sie auf ein Kurzinterview eingeladen.

Sie hat ihre Passion zum Beruf gemacht und gehört zu den Friseurunternehmerinnen Deutschlands, deren Karriere dank ihres großen Engagements nach oben ging. Seit 2014 betreibt sie in Sachsen bei Ansbach einen Friseursalon für Damen und Herren mit integriertem Barbierbereich. Zudem erfüllte sie sich im Dezember 2019 gemeinsam mit ihrem Team den Traum von einem Barbershop im Herzen des fränkischen Seenlandes Gunzenhausen. Dass sie das Barbierthema beherrscht, hat sie 2017 bei den Barber Awards in Nürnberg bewiesen, als sie den Titel „Best Female Barber Deutschland“ holte. Dazu kam ihre Präsenz im TV und in den Medien. Doch Marina lässt sich nicht nur auf das Herrenfach festlegen: „Haare sind mein Element. Ich möchte beides und ich mache beides. Frauenstylings erlauben mir eine große Fülle an Kreativität auszuleben und Männerhaarschnitte lagen mir schon immer gut. Ich mag es einfach, die Details mit Präzision auszuarbeiten und neue Techniken in meine Arbeit zu integrieren“, so Marina. Dabei ist Stillstand für sie ein Fremdwort, denn sie entwickelt sich und ihr Team stets weiter. Neben Tätigkeiten als Fachtrainerin bei Seminaren und auf Showbühnen der Top Hair Messe sowie Events der Friseurbranche, arbeitet sie bei diversen Fotoproduktionen und engagiert sich für den Bereich Education, z.B. bei mehreren Step-by-Step Produktionen der Firma Wahl. Dabei ist Marina ein absoluter Sonnenmensch und daraus entspringt ihre Motivationsfähigkeit, für die sie bekannt ist. Ihre Erfolgsfaktoren sind ihre stetige Willenskraft, ihr herrlich geerdetes Naturell und ihre ungebrochene Neugier auf Neues: „Wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich habe ein geniales Team, meine Familie unterstützt mich und viele meiner Kunden sind über die Jahre zu Freunden geworden. Das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich jeden Tag dankbar“.

Worauf kommt es bei längeren Männerhaaren an, damit die Frisur gut aussieht? 

Textur ist das Zauberwort. Ein guter Langhaarschnitt bei Männern braucht eine perfekt ausgearbeitete Textur, damit die Jungs auch zuhause mit ihrer Frisur klarkommen und das Haar gepflegt wirkt. Je länger das Haar, je natürlicher sollte es fallen. Ich lege zudem Wert auf eine gute Beratung zu den Produkten, die sie nach dem Friseurbesuch zuhause verwenden sollen. Aus meiner Sicht braucht es drei Faktoren für eine gute Langhaar-Männerfrisur: Perfekter Schnitt, intensive Textur und Top Styling – und für mich gehören das All-in-One Blade sowie ein Glätteisen heute ganz selbstverständlich dazu.

Welche Technik wendest du an, um Textur ins Haar zu bringen?

Ich arbeite super gerne mit dem All-in-One Blade von MOSER. Damit kann ich 3x schneller perfekte Texturergebnisse im Haar erzielen, die super natürlich aussehen. Das Stylingblade ermöglicht verschiedene Schneidetechniken für unterschiedliche Haartypen und ich finde, es verändert die Struktur und Textur des Haares regelrecht ins Positive.

Beim Styling arbeitest du mit einem Glätteisen und machst damit sogar Wellen ins Haar. Wie reagieren die Männer darauf? 

Meine Erfahrung in unseren Salons ist, dass Männer in der Regel recht neugierig und offen für Neues sind, wenn es um ihre Haare geht. Sie lassen sich sehr gut auf neue Dinge wie Glätteisen-Styling ein, vor allem wenn sie sehen, wie viel besser ihre Haare danach aussehen und wie gut die Frisur fällt.

Eine letzte Frage: Sie haben sich ja schon früh in ihrem Berufsleben als Barber spezialisiert. Sehen Sie sich ausschließlich bei den Herrenfrisuren und der Bartpflege?

„Nein. Haare sind mein Element. Ich möchte beides und ich mache beides. Frauenstylings erlauben mir eine große Fülle an Kreativität auszuleben und Männerhaarschnitte lagen mir schon immer gut. Ich mag es einfach, die Details mit Präzision auszuarbeiten und neue Techniken in meine Arbeit zu integrieren.

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Alexander Feldmann

Desinfektion und Gesundheitsschutz im Salon

Alexander Feldmann gehört zu den Barbieren der ersten Stunde in Deutschland. Er eröffnete als erster Barbier im Herzen der Stadt Mönchengladbach einen Barbershop u. Friseursalon, der im amerikanischen Oldschool-Design eingerichtet ist. Bei «Herr Feldmann», so lautet der Name seines Friseurgeschäfts, zeigt sich seine exzellente Expertise nicht nur in den hervorragenden Dienstleistungen, die er und sein Team anbieten, sondern auch darin, wie er mit dem Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz umgeht. Als langjähriger Markenbotschafter der Salondesinfektionsmarke Barbicide verfügt er über umfassende Erfahrung im Bereich Salon Hygiene und Gesundheitsschutz.

 1. Das Covid-19 Virus hält uns alle nach wie vor in Schach. Welche Rolle spielte das Thema Desinfektion bisher in deinem Salon und wie siehst du das künftig für die gesamte Branche?

Schon lange vor der Pandemie war und ist Hygiene in unserem Salon ein großes Thema, bei dem wir keine Kompromisse zulassen. Daher bin ich froh, die Salondesinfektionsprodukte von Barbicide bereits Anfang 2000 in den USA kennengelernt zu haben. Seither setze ich sie konsequent in meinen Shops ein. Erst mit Covid-19 hat der Großteil der Branche der Salondesinfektion mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Ich habe schon immer großen Wert darauf gelegt, dass alle Desinfektionsmaßnahmen bei uns richtig durchgeführt werden und auch mein Salonteam ist entsprechend darauf geschult.

2. Hast du ein Hygiene-Konzept oder einen speziellen Hygiene-Plan, den du und dein Team befolgen? Welche Maßnahmen trefft ihr in euerm Barbershop / Friseursalon?

Da verweise ich gerne auf den Hygieneplan von Barbicide. Wir setzen jede der dort aufgeführten Desinfektionsmaßnahmen konsequent um. Darüber hinaus haben ja alle Barbershops das Thema Maskenpflicht, FFP2 & Visier bei Bart/Rasur/Gesichtsnahenbehandlungen und Händedesinfektion auf dem Radar. Bei uns wird jeder neue Mitarbeiter von mir bereits beim Vorstellungsgespräch auf unsere Prioritäten in Sachen Desinfektion hingewiesen und

noch vor seiner ersten Arbeitsstunde in unserem Salon erhält er eine intensive Schulung zu allen Desinfektionsmaßnahmen. Das ist bei uns Standard und verpflichtend; hier gibt es für mich keine Ausnahme. Zudem muss bei uns jeder Mitarbeiter den Online-Fachkurs für das BARBICIDE Zertifikat zur professionellen Desinfektion und Salonhygiene absolvieren.

3. Hast du das Gefühl, dass eure Kunden euern Umgang mit dem Thema Desinfektion wahrnehmen?

Ja. Denn jeder Neukunde spricht uns spätestens darauf an, wenn wir am Platz – vor seinen Augen / während des Beratungsgesprächs – unsere Werkzeuge aus dem Barbicide-Glas entnehmen. Eine ganz wichtige Maßnahme ist auch die Desinfektion der Blades einer Haarschneidemaschine – und dass bei jedem Kunden! Mit den Blades kommt man in direkten Hautkontakt und die Übertragungsgefahr von Krankheitserregern ist hier auf jeden Fall zu eliminieren. Mit entsprechenden Bladesprays wie Clippercide geht das ganz einfach und schnell.

4. Wie schärfst du das Bewusstsein deiner Mitarbeiter für das Thema?

Seit der Covid-19 Pandemie hat sich ohnehin ein neues Bewusstsein eingestellt; und das in der gesamten Branche. Dennoch spreche ich das Thema Desinfektion mindestens 1x die Woche bei unseren Teammeetings an und weise immer wieder auf die Einhaltung der geforderten Richtlinien hin. Im Herbst/Winter stehen wir zusätzlich zur Covid-19 Pandemie vor der regulären Grippezeit und müssen verantwortungsbewusst vorgehen und jede Maßnahme kompromisslos umsetzen, um uns selbst, das Salonteam und die Salonkunden vor Ansteckung zu schützen. Wir müssen uns vor Augen halten, dass wir uns vieles kaufen können, die Gesundheit aber unersetzbar ist.

5. Barbicide – weshalb begeistert dich die Marke?

Ich liebe Firmen, mit denen ich mich identifizieren kann. Das trifft zu 100% bei Barbicide zu. Das Kernbestreben ist hier der Erhaltung unserer Gesundheit gewidmet. Barbicide bietet seit 1947 Desinfektionsprodukte an und hat diese immer weiterentwickelt. Sie verfügen also über eine sehr lange Erfahrungshistorie.  Ich bin Handwerker und somit auch pragmatisch veranlagt. Die Produkte von Barbicide schätze ich wegen ihrer Zuverlässigkeit und ihrer unkomplizierten Anwendung. Ich kann mich 100% auf die Wirkformeln der Desinfektionsflüssigkeiten verlassen, welche z.B. auch offiziell in ihrer Wirksamkeit gegen das Covid-19 Virus zertifiziert sind.

Weitere Informationen unter: www.barbicide.de; www.herrfeldman.de

CREDITS

Fotos: Herr Feldmann / Produktfotos: Barbicide